Junge Fahrradfahrerin - Was tun gegen Po-Schmerzen nach dem Fahrradfahren?

Was tun gegen Po-Schmerzen nach dem Fahrradfahren?

So traumhaft könnte sie sein, die Radtour, wären da nur nicht die fiesen Po-Schmerzen währenddessen und danach. Es gibt verschiedene Gründe für den lästig schmerzenden Hintern nach dem Bike-Ausflug – und glücklicherweise auch einiges, was du dagegen unternehmen kannst. In diesem Beitrag beschreiben wir zum einen die möglichen Ursachen für Po-Schmerzen nach dem Fahrradfahren und zum anderen die besten Tricks, mit denen sie sich hinterher lindern, vor allem aber vorbeugend vermeiden lassen.

Welche Arten von Po-Schmerzen bei und nach dem Fahrradfahren gibt es?

Im Wesentlichen unterscheidet man drei Ausprägungen von Po-Schmerzen, die bei und nach dem Fahrradfahren auftreten können:

  • beanspruchte Gesäßknochen und -muskeln
  • brennende Abschürfungen und andere Hautirritationen
  • Taubheitsgefühle im Gesäß
Hinweis: Wenn Taubheitsgefühle auch Tage nach der Tour noch anhalten, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Mögliche Ursachen für Po-Schmerzen nach dem Fahrradfahren

Zunächst sei angemerkt: Wer gerade intensiver mit dem Radfahren beginnt und somit noch nicht daran gewöhnt ist, muss bei den ersten längeren Touren immer damit rechnen, dass der Po „reagiert“. Dies ist übrigens auch bei grundsätzlich erfahrenen und trainierten Radfahrern der Fall, wenn sie nach mehreren Monaten Pause in die neue Saison starten. Die Gesäßschmerzen entstehen dann schlichtweg durch die ungewohnte Belastung – der hohe Druck durch das Sitzen auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche kann zum einen die Gesäßknochen und -muskeln und zum anderen die Haut irritieren.

Grafik, Fahrradfahrer, Gesäß rot markiert, Schmerzen - Was tun gegen Po-Schmerzen nach dem Fahrradfahren?

Aber: Der Körper im Allgemeinen und das Gesäß im Besonderen passen sich im Normalfall relativ schnell an und gewöhnen sich an das lange Sitzen auf dem Sattel. Mit der Zeit beziehungsweise nach ein paar Ausfahrten sollten die Gesäßschmerzen demzufolge weniger werden und schließlich mehr oder weniger ganz verschwinden. Ansonsten ist es sinnvoll, sich auf Ursachensuche zu begeben.

Zu langes Sitzen in der gleichen Position

Sitzt du beim Fahrradfahren stundenlang in der gleichen Position, kommt es zu Po-Schmerzen (außer du hast eine hochwertige Radhose mit Sitzpolster an, aber dazu später mehr). Das passiert ja auch, wenn man zu lange auf seinem Bürostuhl sitzt, egal wie ergonomisch dieser auch geformt sein mag. Deshalb ist es wichtig, für Abwechslung in Sachen Haltung zu sorgen.

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Tipp: Willst du deine Tour ambitioniert durchfahren, ohne regelmäßig Pausen einzulegen, raten wir dir, in bestimmten Zeitabständen für zwei, drei Minuten in den Wiegetritt zu wechseln, also aus dem Sattel zu gehen und im Stehen zu pedalieren. So entlastest du deine Gesäßknochen und -muskeln sowie deine Haut, die dadurch auch ab und zu mal atmen kann, weil frische Luft zu ihr durchdringt.

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Die Position selbst als potenzieller Schmerzverursacher

Nicht nur zu langes Sitzen, sondern auch die Sitzposition selbst bedingt oft Po-Schmerzen bei oder nach dem Fahrradfahren. Es ist wichtig, dass die entscheidenden Komponenten – sprich die Höhe des Lenkers und Sattels sowie prinzipiell die Rahmenhöhe des Fahrrads – auf deine körperlichen Voraussetzungen abgestimmt sind.

Beispiel: Bei einem zu niedrig eingestellten Sattel erhöht sich der Druck auf den Po – hallo Schmerzen. Zu hoch sollte der Sattel jedoch auch nicht sein, denn sonst kippst du beim Treten unbewusst dein Becken hin und her, sodass Reibung entsteht. Beide Probleme lassen sich durch ein professionelles Bikefitting aber leicht beheben.

Mann sitzt ungerade auf Sattel - Po-Schmerzen nach dem Fahrradfahren
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Es kann auch an der Form und Neigung des Sattels liegen

Hast du bei oder nach dem Fahrradfahren Po-Schmerzen, so kann auch der Sattel beziehungsweise dessen ungünstige Neigung ursächlich sein. Spitze und Hinterteil des Sattels bilden im Idealfall eine Linie. Schmerzt dein Po, ist der hintere Sattelbereich möglicherweise zu hoch eingestellt. Es kann sich also lohnen, die Sattelneigung zu kontrollieren und gegebenenfalls anzupassen.

Vielleicht passt der Sattel aber insgesamt nicht so recht zu dir. Nicht umsonst sind verschiedene Sattelformen erhältlich – es ist eben jeder Hintern anders. Lass dich diesbezüglich am besten individuell bei einem kompetenten Fahrradhändler beraten. Prinzipiell gilt: Der Sattel sollte nicht zu weich sein – andernfalls sinkt das Gesäß zu tief ein, sodass beim Radfahren unangenehme Druckgefühle bis hin zu echten Schmerzen im Po und auch im Intimbereich entstehen.

Zwei junge Leute radeln durch den Wald - Po-Schmerzen nach dem Fahrradfahren
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Eine ungeeignete oder minderwertige Radhose

Wer immer noch davon überzeugt ist, dass bei einer ausgedehnten Radtour eine einfache Radhose ohne Polsterung ausreicht, braucht sich wirklich nicht darüber zu wundern, wenn er Po-Schmerzen bekommt. Ein in die Hose integriertes Sitzpolster von hoher Qualität hat eine ganze Reihe wertvoller Eigenschaften:

  • es stellt eine angenehme Druckverteilung auf dem Sattel sicher
  • es reduziert Reibungen
  • es transportiert Feuchtigkeit von der Haut weg
  • es ist antimikrobiell, verhindert also die Entstehung von Bakterien und Pilzen
Wichtig: Wie der Sattel, muss auch die Radhose mit Sitzpolster perfekt zu deinem Gesäß passen. Allgemein kann man sagen, dass die Hose enganliegend sein, sich also wie eine zweite Haut anschmiegen sollte.

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Es gibt verschiedene Hersteller, die erstklassige Radhosen mit Sitzpolster produzieren. Einer davon ist die deutsche Marke Gonso. Die Radunterhosen und Radhosen von Gonso Sitivo erfüllen alle Kriterien an eine hochwertige Fahrradhose. Sie trägt sich sehr leicht, hat eine enganliegende Passform, verfügt über stabilisierende Antirutschgummis am Beinabschluss und weist ein Sitivo Sitzpolster mit patentierten Poron® Elementen auf. Letztere zeichnen sich in erster Linie dadurch aus, dass sie Stöße im Bereich der hinteren Gesäßknochen verstärkt absorbieren. Die Radhose Gonso Sitivo Blue ist für Damen und Herren erhältlich.

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Unterhose unter der Radhose

Einsteiger ins längere Fahrradfahren machen häufig einen typischen Anfängerfehler: Unter der Radhose mit Sitzpolster tragen sie noch eine normale Unterhose. Zugegeben: Wenn man es als Neuling nicht besser weiß, ist es auch ziemlich komisch, ohne Unterwäsche in die Fahrradhose zu steigen. Außerdem liegt der Gedanke, ein Unterhöschen würde die Radhose sauber(er) und hygienischer halten, nicht fern. Doch ist dem tatsächlich so?

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Du ahnst es schon: Nein. Das Tragen einer Unterhose unter der Fahrradhose mit Sitzpolster macht Probleme:

  • Ungünstig platzierte Nähte forcieren Reibungen und in der Folge brennende und schmerzende Hautirritationen wie Scheuerwunden und kleine Risse.
  • Baumwolle – die meisten Unterhosen bestehen aus der Naturfaser – saugen den entstehenden Schweiß nur auf, transportieren ihn aber nicht ab. In dieser warmen und feuchten Umgebung fühlen sich Bakterien pudelwohl, sodass sie sich begeistert vermehren.

In Anbetracht dieser Kombination ist es leider eine logische Konsequenz, wenn sich die Haut nach dem Radfahren entzündet, was die Schmerzen noch verschlimmert. Somit können wir dir nur ausdrücklich raten, unter der Radhose mit Sitzpolster nichts weiter zu tragen. Wenn du dich in der einen Schicht einfach nicht recht wohlfühlst, besteht alternativ die Option, als Basis Radunterwäsche, also eine Radunterhose mit Sitzpolster, und darüber eine Radhose ohne Polsterung zu tragen.

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Po-Schmerzen nach dem Radfahren – was kann man tun?

Sind die Po-Schmerzen nach dem Radfahren einmal da, kannst du nur noch versuchen, sie so gut wie möglich zu behandeln, um sie schnell wieder loszuwerden. Dafür gibt es beispielsweise spezielle Gesäßcremes zum Auftragen auf die Haut. Sie enthalten Kräuterextrakte. Diese beruhigen die Haut und wirken entzündungshemmend sowie wundheilend.

Tipp: Da solche Cremes oft auch die Bakterienbildung verhindern und in der Regel problemlos auswaschbar sind, kannst du sie als Ergänzung zu den anderen Tipps unseres Ratgebers auch benutzen, um üblen Po-Schmerzen bei und nach dem Fahrradfahren gezielt vorzubeugen.