Alles zur Pflege von Sport- und Fahrradbekleidung
Aktivsportler, Naturliebhaber und Outdoor-Fans wissen: Für Abenteuer an der frischen Luft oder fürs Fitnessstudio ist hochwertige Funktionsbekleidung unverzichtbar. Funktionelle Sportkleidung unterstützt dich wie eine zweite Haut. Behandle sie daher achtsam, liebevoll und mit der richtigen Pflege – deine kostbare Funktionsbekleidung wird es dir mit einer langen Lebensdauer danken.
Funktionsbekleidung als robuster Begleiter für draußen
Ob Bergsport, Touren mit Rennrad oder Mountainbike, Trekking und Wandern – wer aktiv in der Natur unterwegs ist, weiß: Ohne funktionelle Sportkleidung geht nichts! Auch beim Indoor-Sport fühlst du dich mit atmungsaktiven Fasern am wohlsten. Gut durchdachte Funktionsbekleidung macht jede Bewegung mit, soll schützen, wärmen, Schweiß ableiten – und muss viele Belastungen aushalten. Auch darf sie nicht zimperlich sein, wenn es um Schmutz, Flecken und Schweiß geht. Ihren bedingungslosen Einsatz für dich solltest du mit sorgfältiger Pflegebehandlung honorieren. Dabei gilt: Die bi-elastische Wanderhose, die winddichte Fahrradjacke für Damen oder Herren oder die vielseitige Ziphose sollte nicht einfach mit Jeans und Shirts und irgendeinem Waschmittel in die Maschine geworfen werden. Beim Waschen von Funktions- und Fahrradbekleidung gibt es ein paar Dinge zu beachten.
Nach dem Sport ist vor der Pflege
Du kommst ausgepowert vom Joggen, Training, Wandern oder Radfahren nach Hause. Die Kehle ist ausgedörrt, du wünschst nur eine erfrischende Dusche und Ruhe – zu nichts hast du weniger Lust, als deine Funktionsbekleidung zu waschen. Für leichte Fitness- oder sommerliche Fahrradbekleidung haben wir einen Tipp parat: Du solltest deine verschmutzte Sportkleidung in einem eigenen luftigen Wäschekorb sammeln. Aber bitte nicht zu lange, denn getrockneter Schweiß schadet dem funktionellen Gewebe – und er fördert unangenehme Gerüche.
Das gilt es vor dem Waschen zu beachten
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die beim Kauf eines neuen Elektrogeräts nie die Gebrauchsanweisung lesen. Beim Waschen der Funktionsbekleidung solltest du dir solche Schludrigkeiten verkneifen! Studiere genau das Wäschezeichen und halte dich an die Vorgaben.
Funktionsbekleidung waschen: Regeln zur Vorbereitung:
- Die Pflegeanleitung oder das Etikett sollte aufmerksam gelesen und die Anweisungen darin befolgt werden.
- Alle Taschen müssen leer und deren Verschlüsse zu sein. Auch weitere Druckknöpfe, Klett- und Reißverschlüsse, etwa von der Zipphose für Herren oder Damen, sollten geschlossen sein.
- A propos Zipphose: Diese am besten immer komplett waschen, denn sonst kann es sein, dass bei abgetrennten Hosenbeinen ein Farbunterschied entsteht.
- Zum Schutz der Farben und möglicher Imprägnierung empfiehlt es sich, die Funktionsbekleidung farblich zu sortieren und auf links zu drehen.
- Empfindliche Stücke bitte in einen Wäschesack oder ein Netz geben.
Funktionsbekleidung waschen und das Material schonen
All diese Vorbereitungen klingen für dich langwierig und kompliziert? Kein Sorge, die einzelnen Handgriffe werden dir rasch zur Pflegeroutine – und langfristig freust du dich, dass deine Sport- und Fahrradbekleidung ihre Form, Farbe und Funktionalität behält. Es lohnt sich, die Funktionsbekleidung akribisch vorzubereiten. Auch beim eigentlichen Waschen gilt es ein paar Punkte zu berücksichtigen:
- Stopfe die Trommel nicht zu voll, damit die Stoffe durch die Reibung nicht beschädigt werden oder knittern.
- Stelle die Temperatur auf 30 °C bis maximal 40 °C, falls die Pflegeanleitung das zulässt. Zu heißes Wasser tut den Funktionsfasern nicht gut.
- Bei empfindlichen Stücken, wie einer hochwertigen Fahrradjacke, stellst du den Schleudervorgang am besten aus, pflegeleichte Sportkleidung darf bei 600 Umdrehungen geschleudert werden.
- Verwende keinen Weichspüler, er bildet eine schädliche Schicht auf der Funktionsbekleidung.
- Auch Bleichmittel oder chemische Fleckentferner sind tabu, sie schädigen das Gewebe.

Welches Waschmittel für die Funktionsbekleidung?
Im Regal steht das gute alte Waschpulver? Bitte nicht für Zipphose, Fahrradjacke, Fahrradhose und weitere Funktions- und Fahrradkleidung verwenden! Das Pulver verstopft die Membranen von atmungsaktivem Gewebe. Ideal ist ein flüssiges Waschmittel – Perfektionisten investieren sogar in ein spezielles Funktions-Waschmittel.
Spezialfall Funktionswäsche aus Merinowolle?
Wer bei knackiger Kälte Aktivsport betreibt, weiß: Der Körper muss warm bleiben, ohne ins Schwitzen zu geraten. Viele schwören daher auf Unterbekleidung aus Merinowolle. Diese ist empfindlich und sollte nur mit einem ph-neutralen Waschmittel gereinigt werden. Ein Blick ins Etikett verrät dir, ob Maschinenwäsche erlaubt ist, oder ob du mit der Hand waschen musst. Trocknen solltest du Teile aus Merinowolle liegend auf dem Wäscheständer.

Wie behandle ich Flecken?
Die funktionelle Sport- oder Fahrradbekleidung ist kein Sonntagskleid, sondern dein robuster, schützender Begleiter bei schweißtreibenden Aktivitäten – dementsprechend muss sie Schmutz vertragen. Wenn Gras, Blut oder Öl auf die Fahrradbekleidung oder Wanderhose kommt, bitte nicht wild reiben, denn damit treibst du die Verunreinigung nur tiefer ins Gewebe. Nutze stattdessen sanfte Mittel:
- Öl oder Fett, wie es etwa von der Kette schnell auf die Fahrradhose gelangt, reibst du sanft mit Gallseife ein und lässt sie vor dem Waschen 30 Minuten einwirken.
- Einmal gestolpert und auf die Knie gefallen, schon sind Grasflecken in der Wanderhose. Auch denen kommst du am besten mit Gallseife bei, die du nach einer Stunde Einwirkzeit mit lauwarmem Wasser auswäscht und dann in die Waschmaschine gibst.
- Bei Sport in Wäldern kann Harz an die Kleidung geraten. Der klebrige Stoff ist nicht wasserlöslich, sodass nur ein altes Hausmittel hilft: Bestreiche den Fleck mit Butter, wodurch er sich nach und nach verflüssigt und weggewischt werden kann.
- Tropft bei kleinen Verletzungen Blut auf die Sportkleidung, solltest du die Stelle mit kaltem Wasser behandeln. Effektiv ist zudem Zitronensaft, der 30 Minuten einwirkt, ehe du das kostbare Kleidungsstück in den Kaltwaschgang gibst.
So trocknet Funktionsbekleidung und Fahrradbekleidung richtig
Grundsätzlich gilt: In den Trockner kommen die wertvollen Teile nur, wenn dieses ausdrücklich im Pflegeetikett angezeigt ist. Ansonsten heißt es aufhängen und lufttrocknen. Gehe dabei sorgfältig vor und hänge die Fahrrad-Trägerhose nicht an den Trägern auf, diese könnten ausleiern. Den Wäscheständer stellst du nicht zu lange in die pralle Sonne, denn sie kann die Farben ausbleichen. Schön ist es, wenn du draußen eine schattige Wäscheleine hast, dann duften die Teile herrlich frisch.
Fahrradbekleidung ist häufig so konzipiert, dass sie sehr schnell trocknet. Anders sieht es etwa bei der imprägnierten Outdoorjacke, zum Beispiel von Maier Sports, aus. Eine solche legst du am besten ausgebreitet auf den Wäscheständer. Apropos Imprägnierung: Die schützende Schicht, die Wasser abperlen lässt, kann im Laufe der Zeit dünner werden. Viele Waschmaschinen haben ein spezielles Programm, mit dem du die Imprägnierung erneuern kannst.
Funktionsbekleidung: Nach dem Waschen ist vor dem Outdoor-Spaß
Zugegeben, es ist etwas lästig, beim Funktions- und Fahrradbekleidung waschen alle Tipps zu beherzigen. Aber keine Angst, die Abläufe werden dir sehr bald in Fleisch und Blut übergehen. Träume beim Waschen einfach von deinem nächsten Abenteuer in der Natur – dann läuft die Arbeit wie von selbst!
Bikemeile24 Magazin



