Gonso radbekleidung

Gonso Fahrradbekleidung - Die Entstehung

Seit jeher war die schwäbische Alb ein wichtiger Standort für Textilproduktion. So war es auch beim heutigen Fahrradbekleidungshersteller Gonso eine Textilmanufaktur, mit der 1926 der Unternehmensgrundstein gelegt wurde. Damals gab es alleine in der Region um Albstadt gut 200 Textilbetriebe, darunter auch eine kleine Näherei, die dem Großvater von Hans Gonser gehörte, der das Unternehmen dann nach dem zweiten Weltkrieg übernahm – und in Anlehnung an seinen Familiennamen „Gonso“ taufte.

Fahrradbekleidung GonsoWie bei den anderen Textilbetrieben wurde auch in der gonserschen Näherei in den Vorkriegsjahren hauptsächlich Baumwolle verarbeitet: Schlüpfer und Leibwäsche waren es, die in ganz Deutschland gefragt waren. Und die sind ja prinzipiell gar nicht so weit weg von der eng anliegenden passformoptimierten Sportbekleidung, die Gonso heute herstellt.

Hans Gonser begann in den sechziger Jahren, mit Sporttextilien zu experimentieren. Denn schon damals war das Interesse an Sportbekleidung sehr groß und dieses Geschäft wollte sich der gebürtige Schwabe natürlich nicht entgehen lassen. Seine Frau Isolde erinnert sich an die Anfänge der Gonso-Sportkleidung: Isolde Gonser: „Wir haben schon sehr früh mit Sportmode Erfahrung gesammelt. Es gab in den sechziger und siebziger Jahren eine Kollektion für Fitness und Laufsport, einmal gab es sogar eine kleine Tennis-Kollektion. „Der Trainingsanzug für Anspruchsvolle“ hieß damals ein Werbeslogan.

Radsport wurde dann ab den frühen achtziger Jahren zum Kerngeschäft. Entscheidend war dafür, dass wir das erste Unternehmen waren, das mit der damals sensationellen Garn-Entwicklung „Dunova“ von Bayer gearbeitet haben.

Dieses Garn konnte hochfunktionell verarbeitet werden und war natürlich ideal für Radtrikots und Hosen – die waren  bis dahin ja üblicherweise aus Wolle und Baumwolle.“

Gonso SportbekleidungSo erfolgte also die Spezialisierung auf den Radsport in den frühen achtziger Jahren, nachdem man bei Gonso durch die Beschäftigung mit modernen Funktionsfasern einen großen Wissensvorsprung vor Mitbewerbern hatte. Das wurde dann für den Radsport konsequent weiterentwickelt und ausgebaut. Denn die „modernen“ Materialien konnten ihre Vorteile gegenüber der bisher verbreiteten Baumwolle besonders beim Radsport vollends unter Beweis stellen.

Denn hier war eine Kleidung gefordert, die optimalen Klimakomfort verband mit sehr großer Windschnittigkeit und höchster Elastizität. Da kam natürlich der Nylonfaden als Grundstoff der modernen Funktionstextilien wie gerufen. Bei Gonso schneiderte man fortan Trikots und Hosen, die auch bei hoher Aktivität klimaneutralisierend wirkten und den Sportler vor Überhitzung schützten, dabei aber gleichzeitig eng anlagen und so auch bei schneller Fahrt nicht flatterten. Es dauerte also nicht lange, bis die ersten Rennfahrer mit dem Großen G auf dem Trikot – inzwischen hatte sich das Gonso-G als Markenlogo etabliert – auf Trophäenjagd gingen.

Fast logisch mutet es an, dass bei Gonso dann auch die nächste revolutionäre Entwicklung für die Fahrradbekleidung ihren Anfang nahm. Denn auch die wiederstandfähigste Kleidung konnte eine Radrennfahrer-Problemzone nicht wirksam schützen: Das Gesäß.

Radhosen mit Sitzpolster - Pionierarbeit von Gonso

Gonso wie andere Unternehmen experimentierten mit Leder und anderen härteren Stoffen, aber stets blieb eine oder mehrere Anforderungen an die perfekte Gonso Radhose unerfüllt. Immer wieder wurde getüftelt und genäht, aber dem wunden Hinterteil des Radlers war nicht so wirklich beizukommen.

Letztlich war es Ingenieur Zufall, der die ausschlaggebende Idee brachte. Dann als der passionierte Radsportler Hans Gonser nach einem Unfall während der Genesung auf seine geliebten Trainingsrunden auf dem Rad verzichten musste und seine Trainingseinheiten widerwillig auf einem Trimmrad absolvierte, bekam auch er schnell die Blessuren der Radprofis: bald war das Sitzen im Sattel seiner Trainingsmaschine eine Qual. Kurzerhand rief er in seiner Firma an und gab eine Radshorts in Auftrag, in die ein Pad – irgendetwas, was ihn vor seinen Blessuren schützen sollte – eingenäht werden sollte. Wenig später war die erste Radhose fertig, von der heute selbst Freizeitradler mehrere Modelle im Schrank hatten: Eine Hose mit einem eingenähten Pad – wie es heute heißt.

Somit hat man bei Gonso einmal mehr Pionierarbeit geleistet und dem Radsport einen echten Dienst erwiesen. In der weiteren Unternehmensgeschichte waren es dann auch jede Menge Profi-Rennställe, die in Gonso-Bekleidung fuhren, Größen wie  Jan Ulrich, das Team Gerolsteiner und nicht zuletzt die Deutsche und Schweizer Radsport-Nationalmannschaft vertrauten und vertrauen auf die Marke Gonso und trugen so dazu bei, dass das G-Logo auch heute unter Radsportfans eine feste Größe ist.

Neben den herausragenden Innovationen, mit denen Gonso die Radsportszene immer wieder bereicherte hat der Traditionshersteller allerdings nie den ganz normalen Radler aus den Augen verloren. So ist Gonso auch heute noch als Hersteller bekannt, bei dem auch der reine Freizeitsportler passende und schicke Bekleidung findet – unabhängig von der Konfektionsgröße. 

Diese Produktpolitik haben viele, rein auf Mode fokussierende Hersteller von Fahrradbekleidung völlig aus den Augen verloren. Was dem Unternehmen aus Albstadt mit Sicherheit zusätzliche Sympathiepunkte beschert. Gonso Fahrradbekleidung agiert inzwischen als eigenständige Firma unter dem Dach der Maier Sports Group und wird auch künftig als deutsches Traditionsunternehmen dem Radsport treu bleiben: als Innovationsschmiede, die den Profisport ebenso bereichert wie den Freizeitradler. 
Gonso Radbekleidung aus Albstadt gehört seit 2004 zur Maier-Sports-Gruppe, mit Sitz im Schwäbischen Köngen. Outdoor- und Wanderbekleidung dieser hochwertigen Marke finden Sie bei uns im Maier Sports Online Shop.